120 Jahre Berkel

In den 1890er Jahren entwickelt Wilhelmus Adrianus Van Berkel die ersten Aufschnittmaschinen. Seine Idee verbreitet sich schnell weltweit. Liegt hierin der Kern Ihres Unternehmens oder war Berkel schon zuvor mit anderen Erfindungen oder Produkten im Markt präsent? Van Berkel war Fleischermeister in Rotterdam. Seine Idee war es, eine Schneidemaschine mit Handautomatik zu entwickeln, um damit Schinken- und Wurstwaren schneller und präziser schneiden zu können. Es gelang ihm, einen beweglichen Tischschlitten mit einem Handrad in Bewegung zu setzen, der daraufhin einer beweglichen Klinge entgegenglitt. Vor gut 120 Jahren, am 12. Oktober 1898, gründete Wilhelmus die weltweit erste Fabrik für Aufschnittmaschinen und lieferte schon zehn Jahre später nach Europa, in den Orient und sogar nach China und Südamerika. Das italienische Unternehmen Omas, das ebenfalls Aufschnittmaschinen herstellt, wurde von der Unternehmerfamilie Rovagnati gekauft und ist seit letztem Sommer in Berkel aufgegangen. Die Familie aus Biassono steht für beste Wurstwaren und Edelkochschinken wie den legendären Gran Biscotto. Wie ist es um das Verhältnis von Berkel zu Omas bestellt? Ist im Markt Platz für beide Unternehmen und wie wollen Sie beide platzieren? In Deutschland gibt es nur den Namen Berkel und sonst keinen anderen. In den USA und China wird es Omas aus Lizenzgründen noch weiter geben. Da Berkel auf dem Gebiet der Slicer schon immer die Exzellenz war, haben wir entschieden, in den Märkten, in denen wir die Lizenz vollständig verwalten, nur die Marke Berkel zu behalten.
Berkel Fabrikhalle im Werk
Wo und wie produzieren Sie Ihre Aufschnittgeräte? Handelt es sich um handwerksintensive Manufakturen? Was produzieren Sie außerdem? Berkel hat schon früh Tochterunternehmen und Manufakturen gegründet, zuerst in den USA und Kanada. Unsere europäischen Maschinen werden zu 95 Prozent hier in Oggiona in Handarbeit gefertigt, bestimmte Einzelteile wie etwa die Messer der Slicer stammen aus konzerneigenen Werken der Konzernmutter La Fonderia. Pro Maschine rechnen wir mit elf bis zwölf Stunden Produktionszeit, wir schaffen auf diese Weise etwa 200 Volanos im Monat; das sind unsere berühmten Schwungradmaschinen. Außerdem fertigen wir elektrische Aufschnittmaschinen für Schinken, Käse oder Brot für die Gemeinschaftsverpflegung und selbstverständlich die großen Aufschnittmaschinen Macelleria und Salumeria mit 350er und 370er Messer für Metzgereien und Lebensmittelindustrie. Wir produzieren Geräte der Consumer und Red Line jedoch auch im indischen Chennai. Berkel steht überdies für Consumer-Vakuumiergeräte, Fleischwölfe und Kutter; auch die Steine zum Schleifen der Messer werden hier produziert. Nach einer 120-jährigen Geschichte steht der Name Berkel für Perfektion, Zuverlässigkeit, Innovation und eine lange Lebensdauer. Mit welchen Mitteln gewährleisten Sie dies bei Ihren Geräten und wie kommunizieren Sie die Wertigkeit Ihrer Produkte? Entwicklung und Forschung sind Eckpfeiler unserer Unternehmensphilosophie, ebenso die sorgfältige Kontrolle in jeder Phase der Produktion – jede einzelne Maschine wird getestet – und schließlich das Design. Wir sehen uns selbst als eine „wert“-volle Firma. Ohne unsere geschulten Mitarbeiter könnten wir das nicht umsetzen. Wir sind einerseits eine junge Firma mit alter Geschichte, die meisten Mitarbeiter sind unter 40 Jahre alt. Viele Mitarbeiter haben schon bei Omas gearbeitet, es gibt aber auch viele neue Leute; sie werden hier geschult. Demgegenüber sind manche Mitarbeiter seit 30 Jahren im Betrieb, ein technischer Assistent schon seit 41 Jahren. Ihre Produkte wie auch das Zubehör gelten als Statussymbole. Sie wecken Emotionen. Setzen Sie diesen Umstand in Ihrer Marketingstrategie ein? Wir verkaufen ein Erlebnis, das ist richtig. Dafür tun wir Einiges – so wird etwa der Lack, mit dem wir unsere Maschinen lackieren, eigens von unseren Forschern entwickelt und produziert. Wird er beschädigt, muss das Gerät an uns zurückgeschickt werden, weil niemand sonst es reparieren kann und darf. Wenn das kein Storytelling ist! Ihr Produktportfolio umfasst auch hochwertige Messer. Von Anfang an? Oder ist diese Sparte erst später dazugekommen? Das neue Management wünschte sich dies; wir produzieren tatsächlich seit 2014 Messer, jedoch noch nicht für den professionellen Einsatz. Warum gibt es zwar Brotmesser von Berkel, aber keine Brotschneidemaschinen? Wäre dies keine sinnvolle Ergänzung Ihres Portfolios? Für den deutschen Markt haben wir Schneidescheiben mit entsprechenden Zähnen. Brotschneidemaschinensind optional in Entwicklung.
Berkel Produktion im Werk in Italien
Berkel Ausstellungsraum im Werk in Italien mit Futura 315

Hoffman GmbH

Werksvertretungen | Grossküchentechnik

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50968 Köln

USt.-Id: DE129379001
HRB: 80106 Amtsgericht Köln
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